Schwammerl suchen - Steirische Geheimtipps | Steiermark

Buschenschank Geheimtipp

Schwammerl suchen - Foto: Gerald Leitgeb

Schwammerl suchen

Wenn im Sommer zuerst die Schwammerlsaison losgeht und dann etwas später die verschiedensten Pilzsorten sprießen, ist das Schwammerl suchen in den Wäldern der Steiermark so etwas wie eine eigenständige Freizeitbeschäftigung. Es ersetzt dann einfach den Sonntagsspaziergang oder die Wanderung, aber Achtung: wer sich in die Schwammerlwelt wagt, sollte unbedingt ein paar Dinge beachten.

Schwammerl suchen auf steirisch: “In die Schwamm gehn”

So sagt man mancherorts in der Obersteiermark wenn man sich aufmacht, um Schwammerl zu suchen. Den professionellen Schwammerlsucher, der diese dann auch findet, erkennt man an folgenden Merkmalen:

  • gutes Schuhwerk
  • Korb oder Stofftasche
  • Taschenmesser
  • ein untrüglicher Riecher für die guten Schwammerlplätze

Hat man einmal so einen perfekten Ort gefunden, sollte man diesen auch nicht weitersagen, denn Schwammerlsucher teilen nicht gerne. Deshalb ist eine der Grundregeln auch die, den Wald möglichst frühmorgens aufzusuchen, bevor die besten Schwammerl schon vergriffen sind.

Giftig oder genießbar?

Neben Recherl (Eierschammerl) und Herrenpilz (Steinpilz) sind in der Steiermark auch Röhrlinge, Parasole und Wiesen-Champignons gerne gesammelte Pilze. Aber was, wenn man sich nicht ganz sicher ist, ob man den richtigen Pilz erwischt hat? Oder beim Schwammerl suchen mal wirklich etwas schief gegangen ist und man Angst hat sich vergiftet zu haben?

Das Land Steiermark bietet dazu eine sehr übersichtliche Broschüre (Download als PDF): Zum verhalten im Notfall, Fragen zu Gesundheit und einer Übersicht der wichtigsten heimischen Sorten und deren Giftigkeit/Genießbarkeit. So macht Schwammerl suchen nicht nur Spaß, sondern ist auch ein sicheres Vergnügen. Und im Zweifelsfall empfehlen wir: Lieber die Schwammerl stehen lassen und nur mitnehmen, was man sicher kennt!

Rechtliches

Pilze, Beeren und sonstiges Waldobst (z.B. Edelkastanien) stehen grundsätzlich im Eigentum des Waldeigentümers.

Wenn aber der Waldeigentümer das Sammeln nicht ausdrücklich (etwa durch Hinweistafeln) untersagt, ist das maßvolle Sammeln von Pilzen und Früchten erlaubt. Nicht erlaubt ist es, mehr als 2 kg pro Tag zu sammeln, oder an organisierten Pilz- und Beerensammelveranstaltungen teilzunehmen.

In geschützten Gebieten (Nationalparks, Naturschutzgebiete, etc.) kann das Schwammerl suchen beschränkt oder ganz verboten sein. Bestimmte Pilze können in manchen Bundesländern vollkommen oder teilweise geschützt sein. Manchmal gibt es auch zeitliche Beschränkungen in welchen Monaten und zu welchen Zeiten Schwammerl suchen erlaubt ist.
Am besten ist es also, sich  noch einmal in der jeweiligen Region vorher zu erkundigen wie dort die aktuelle Rechtslage ist.

Ausführliche Informationen zu rechtlichen Fragen rund um das Schwammerl suchen findet man auch auf den Seiten des Bundesministeriums für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft.

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  • Gerhard KOVAC

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